Die NASA hat das Weltraumteleskop PRIMA für die nächste Entwicklungsphase ausgewählt. Es soll die Geschichte und Entwicklung des Universums im ferninfraroten Licht erforschen. Der Start ist für 2033 geplant. PRIMA, an dessen Entwicklung auch deutsche Forscherinnen und Forscher beteiligt sind, soll die Beobachtungslücke zwischen bestehenden Infrarot- und Radioteleskopen schließen. (30. September 2026)
Der Saturnmond Enceladus ist vielleicht lebensfreundlicher als angenommen. Das ergab eine jetzt vorgestellte Studie, in deren Rahmen umfangreiche Laborexperimente durchgeführt worden waren. Eine zweite Studie lässt vermuten, dass mögliches Leben zudem deutlich leichter entdeckt werden könnte als gedacht. Eine gute Nachricht für künftige Missionen zu Enceladus. (29. September 2026)
Gab es auf dem Mond einst ein starkes globales Magnetfeld? Bisherige Studien kamen zu unterschiedlichen Ergebnissen. Forschende haben sich nun Schwerkraft- und Magnetfeldmessungen einer besonderen Region auf der Mondrückseite angesehen. Sie fanden darin Hinweise auf ein Mondmagnetfeld vor 4,2 Milliarden Jahren, das überraschend stark war. (28. September 2026)
Mit dem Radioteleskopverbund ALMA konnte ein Wirbel beobachtet werden, der entsteht, wenn ein Protoplanet mit dem Gas der ihn umgebenden protoplanetaren Scheibe wechselwirkt. Erstmals liegen damit Beobachtungen aller Aspekte der Planetenentstehung vor. Die Forschenden hoffen, künftig Wirbel in Gasscheiben um junge Sterne besser interpretieren zu können. (25. September 2026)
Der Asteroid Bennu entstand wahrscheinlich nicht weit draußen im Sonnensystem, sondern in einer besonderen Übergangszone nahe der sogenannten Wasser-Eis-Grenze, als Jupiter selbst gerade wuchs. Das ergab die Analyse von Probenmaterial des Asteroiden, das im Rahmen der Mission OSIRIS-REx zur Erde gelangt ist. Auch der Asteroid Ryugu und CI-Meteoriten dürften in diesem Bereich entstanden sein. (24. September 2026)
Die Entstehung des Lebens gehört zu den größten ungelösten Fragen der Wissenschaft. Ein Forschungsteam hat nun untersucht, wann die Bedingungen auf der Erde erstmals stabil genug für die Entstehung von RNA gewesen sein könnten. Diese genetische Substanz gilt als Vorläufer der DNA. Dabei identifizierten sie ein besonders günstiges Zeitfenster vor 4,33 Milliarden Jahren. (23. September 2026)
Im Rahmen der bislang detailliertesten kosmologischen Simulationen konnte ein Forschungsteam zeigen, dass sich massereiche Schwarze-Loch-Keime mit Massen von bis zu einer Million Sonnenmassen auf natürliche Weise in dichten, frühen Gruppen von Galaxien bilden können. Diese Keime und ihr Wachstum liefern auch eine Erklärung für die bislang mysteriösen Little Red Dots. (22. September 2026)
Wenn sonnenähnliche Sterne ihren Wasserstoffvorrat im Kern verbraucht haben, beginnt ihre Roten-Riesen-Phase, in der die Leuchtkraft ständig zunimmt, während die Oberflächentemperatur zurückgeht. Diese Entwicklung wird aber durch einen zeitweisen Rückgang der Helligkeit unterbrochen. Eine neue Studie beschäftigt sich mit dem Auslöser dieses Luminosity Bump. (21. September 2026)
Sakurais Objekt ist für die Astronomie etwas ganz Besonderes: Verändern sich Sterne in der Regel während eines Menschenlebens kaum, handelt es sich bei diesem Objekt um einen der am schnellsten veränderlichen Sterne, die je beobachtet wurden. Neue Beobachtungen zeigen nun, dass Sakurais Objekt in eine neue Phase seiner Entwicklung eingetreten ist. (18. September 2026)
Während der 47. Parabelflugkampagne des DLR werden in dieser Woche zwölf Experimente aus den Bereichen Biologie, Physik, Technologie und Materialwissenschaften durchgeführt. Dabei geht es unter anderem um die Nutzung von Kohlendioxid im All, die Fitness von Menschen nach längerem Aufenthalt in der Schwerelosigkeit und die Wartung von Satelliten. (17. September 2026)